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Die Wolkenkratzer der Zukunft müssen im Einklang mit der Umwelt errichtet werden. Foto: Getty Images
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Wolkenkratzer der Zukunft: Architektur der Superlative

Riesen aus Stahl und Beton – die Rede ist natürlich von Wolkenkratzern. Architektonisch scheint ihr Potenzial bislang noch nicht ausgeschöpft. Wie also könnten die Wolkenkratzer der Zukunft aussehen?

Ob die Pyramiden von Gizeh oder das Burj Khalifa – seit Jahrtausenden baut der Mensch in die Höhe. Heutzutage sind Wolkenkratzer die höchsten Gebäude der Welt. Sie sind aus den Skylines der Weltmetropolen nicht mehr wegzudenken und weitaus mehr als nur Prestigeobjekte. Sie stehen im Zentrum des menschlichen Lebens und sind Orte des Wohnens und des Arbeitens.

In Dubai beispielsweise existieren bereits Wolkenkratzer, die alle Aspekte des Lebens miteinander vereinen. Ihre Bewohner müssen das Gebäude theoretisch nicht mehr verlassen. Der Wolkenkratzer bietet ihnen Möglichkeiten zum Arbeiten und Einkaufen, medizinische Versorgung und ein umfassendes Freizeitangebot. Durch den technologischen Fortschritt wird auch die Lebensqualität der Bewohner in Zukunft weiter steigen. Dass ein solches Leben den finanziellen Rahmen der meisten Menschen sprengt, muss wohl kaum erwähnt werden.

Wie hoch ist zu hoch?

Der Ausblick von der Spitze eines Wolkenkratzers ist atemberaubend – aber nichts für schwache Nerven. Mittlerweile ragt das höchste Gebäude der Welt, der Burj Khalifa, 828 Meter in den Himmel. Der Wettbewerb um den höchsten Wolkenkratzer ist in vollem Gange. Doch wie hoch werden die Wolkenkratzer der Zukunft sein?

Rein theoretisch ist es möglich, nutzbare Wolkenkratzer mit einer Höhe von 1,5 bis 2 km zu errichten. Höhere Gebäude wären zwar konstruierbar, aber nicht nutzbar, da ihre Statik nur die Konstruktion selbst tragen könnte. Eine Nutzung wäre in diesem Falle zu gefährlich. Die Entwicklung eines neuen Baustoffes aber könnte höhere Gebäude in Zukunft durchaus möglich machen. Was für die Wolkenkratzer der Zukunft aber mutmaßlich eine viel wesentlichere Rolle spielen wird, ist eine nachhaltige Funktions- und Bauweise.

Klimaneutrales Wohnen im Wolkenkratzer der Zukunft?

Das Klima verändert sich und die Luftqualität wird schlechter. Nachhaltiges Wirtschaften ist wichtiger als je zuvor – auch in der Baubranche. Das Ressourcenmanagement muss optimiert und die Bauprojekte nachhaltiger konzeptioniert werden. Das wird auch die Wolkenkratzer der Zukunft betreffen.

Ein geplantes Bauprojekt in der Nähe von London macht es vor: In die Fassade des Gebäudes werden Solarpaneele integriert, die Temperierung wird durch Wärmepumpen reguliert. Auf dem Dach wird das Regenwasser aufgefangen und wiederverwendet. Außerdem ist das Haus unabhängig vom öffentlichen Öl-, Gas- und Stromnetz, weshalb die Bewohner dort klimaneutral wohnen. Zwar handelt es sich bei dem Gebäude lediglich um ein Hochhaus und keinen Wolkenkratzer, dennoch ist das innovative Konzept ein Schritt in die richtige Richtung. Vielleicht wäre klimaneutrales Wohnen im Wolkenkratzer der Zukunft auf diese Art möglich.

Früher Holzhütte, heute Holzhochhaus

Wolkenkratzer sind wahre CO₂-Sünder. Mit jedem Stockwerk schießt der Ausstoß an Kohlendioxid aufgrund der verwendeten Materialien wie Stahl und Beton nach oben. Laut Studien ist der Bausektor für rund 40 Prozent der weltweiten Emissionen verantwortlich. Holz könnte demzufolge eine Lösung darstellen, denn dieser alternative Baustoff ist erneuerbar und speichert CO₂. Laut Berechnungen stecken in einem Holzhochhaus mehr gespeichertes Kohlendioxid, als bei dem Bau dafür ausgestoßen wurde. Die Umweltbilanz solcher Gebäude wäre also im Plus. Zusätzlich sind Holzhochhäuser ein echter Hingucker. Aber werden deshalb in Zukunft alle Wolkenkratzer aus Holz gebaut?

Eher nicht, denn wie hoch mit Holz gebaut werden kann, lässt sich noch nicht genau sagen. In Norwegen steht bereits ein 85 Meter hohes Holzhochhaus, in Chicago ist ein 200 Meter hohes Gebäude aus Holz in Planung und in Japan wurde ein Vorschlag zur Errichtung eines 350 Meter hohen Holzgebäudes gemacht. Die Entwicklungen scheinen also in vollem Gange. Ob wir in den Skylines der Zukunft häufiger die schicken Holzfassaden zusehen bekommen werden, scheint daher nicht unrealistisch.

Das Mjøstårnet in Norwegen ist das weltweit höchste Gebäude aus Holz. Foto: NinaRundsveen
Das Mjøstårnet in Norwegen ist das weltweit höchste Gebäude aus Holz. Foto: NinaRundsveen

Begrünte Fassaden im Großstadtdschungel

Pflanzen an den Fassaden, Bäume auf dem Balkon – das Konzept der begrünten Fassade ist kein neues. Allerdings fand es bisher vor allem Anwendung beim Bau kleiner Häuser und Hochhäuser. In urbanen Räumen hätte ein Wolkenkratzer mit einer solchen Fassade viele Vorteile: Luftqualitätsverbesserung, Verschattung und Kühlung. Ein begrünter Hochhauskomplex in der chinesischen Metropole Chengdu beispielsweise verbessert laut seiner Bewohner deren Lebensqualität deutlich. So gesehen könnte die Begrünung eines Wolkenkratzers die CO₂-Bilanz des Gebäudes verbessern. Doch so einfach ist es leider nicht.

Bauprojekte, in denen begrünte Fassaden eine Rolle spielen, werden aus verschiedenen Gründen häufig nicht umgesetzt. Die Belastung auf eine begrünte Fassade ist wegen des Windes und wegen der Gravitation deutlich höher, als bei einer herkömmlichen Fassade. Dies führt wiederum zu zusätzlichen Kosten. Die Begrünung eines höheren Gebäudes bedeutet eine immense Kostenerhöhung. Bislang existieren daher nur begrünte Hochhäuser und Wolkenkratzer geringerer Höhe. Wann und ob es in Zukunft höhere Wolkenkratzer mit begrünter Fassade geben könnte, wird nur die Zeit sagen können.

Wolkenkratzer der Zukunft: Eine Vision, die weiterwächst

Wolkenkratzer aus Holz, Solarpaneele in den Fassaden und Bäume auf einem Balkon in 350 Metern Höhe – das alles hört sich gut an. Es klingt nicht nach dem Stoff einer Science-Fiction-Geschichte, doch für realistische Einschätzungen ist es noch zu früh. Es wird weitere innovative Konzeptvorschläge für die Wolkenkratzer der Zukunft geben. Diese sind notwendig, um den Planeten langfristig zu schützen. Ob wir in der Zukunft in riesigen grünen Türmen leben, bleibt also abzuwarten.

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