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Der Aufzug steckt fest. Was passiert als nächstes? Stürzt der Fahrstuhl ab? Bekommt der junge Mann Atemnot? Alles Quatsch! Foto: Adobe Stock
Der Aufzug steckt fest. Was passiert als nächstes? Stürzt der Fahrstuhl ab? Bekommt der junge Mann Atemnot? Alles Quatsch! Foto: Adobe Stock

Was tun, wenn man im Aufzug stecken bleibt?

Der Fahrstuhl gilt als sicherstes Verkehrsmittel überhaupt. Trotz regelmäßiger Wartung und technischer Überprüfungen kann es aber in Einzelfällen dennoch mal vorkommen, dass ein Aufzug stecken bleibt. Um den Fall der Fälle halten sich beständig einige Mythen. Wir beantworten die wichtigsten Fragen zum „Steckenbleiben“.

Wie sollte ich mich verhalten, wenn der Aufzug stecken bleibt?

Als wichtigste Regel gilt: Ruhe bewahren! Panik ist unangebracht, denn passieren kann jetzt nicht Schlimmes. Man sollte nun ruhig durchatmen und den Notrufknopf am Bedienfeld der Kabine drücken. Faustregel: Der Notrufknopf sollte 3 bis 5 Sekunden lang gedrückt gehalten werden. So ist sichergestellt, dass eine Verbindung zur Notrufzentrale aufgebaut werden kann.

Wie lange dauert es, bis ich aus dem Fahrstuhl befreit werde, wenn der Notruf abgesetzt wurde?

Gesetzliche Vorgaben, wie lange es dauert, gibt es nicht. Allerdings sollte im besten Fall innerhalb von 30 Minuten ein Mitarbeiter oder eine Mitarbeiterin zur Personenbefreiung vor Ort sein.

Was soll ich tun, wenn ich die Notrufzentrale nicht erreichen kann?

Für gewöhnlich sollte der Mobiltelefonempfang nicht beeinträchtigt sein. Am Bedienfeld des Aufzugs ist zumeist eine Notrufnummer angegeben. Ist unter dieser Nummer niemand erreichbar, kann auch ganz klassisch die 112 angerufen werden. Außerdem sollte man sich vor Ort bemerkbar machen. Rufen und Klopfen ist nie verkehrt.

Hat denn jeder Aufzug einen Notrufknopf?

Seit Mitte 2016 ist vorgeschrieben, dass Betreiber zu jeder Aufzugsanlage auch einen Notfallplan erstellen müssen. Seit Ende 2020 muss zudem in jedem Fahrkorb ein Zwei-Wege-Kommunikationssystem installiert sein, dass rund um die Uhr einen direkten Kontakt zu einem Notdienst ermöglicht.

Sollte ich versuchen, mich selbst aus dem Aufzug zu befreien?

Unter keinen Umständen sollten Passagiere selbstständig versuchen, die Türen des Fahrstuhls von innen zu öffnen oder auf das Dach der Kabine zu gelangen. Im schlimmsten Fall kann es dabei zu einem Sturz in den Fahrstuhlschacht kommen.

Kann man im Fahrstuhl ersticken, wenn die Personenrettung zu lange dauert?

Im Aufzug zu ersticken ist unmöglich. Auch wenn sich Personen dicht an dicht drängen wird die Luft in der Kabine nicht ausgehen. Sowohl an den Türen wie auch an der Kabinendecke gibt es Lüftungsöffnungen.

Können die Zugseile des Fahrstuhls reißen?

Fahrkabinen hängen an mehreren Tragseilen, die so ausgesucht wurden, dass sie sogar das Zwölffache des zulässigen Gesamtgewichts tragen können. Horrorszenarien wie in Hollywood-Filmen, in denen Aufzüge in die Tiefe rauschen, sind quasi unmöglich. Denn Fahrstühle besitzen zudem eine Art Notbremse, die den Fall im Ernstfall abbremsen.

Wer kommt für die Kosten einer Personenrettung aus dem Aufzug auf?

Ist die Situation nicht selbstverschuldet, dann hat der Eigentümer des Gebäudes beziehungsweise der Betreiber des Fahrstuhls die Kosten zu tragen. Denn es obliegt seiner Pflicht oder den Personen, die diese übertragen wurde (Vermieter, Hausmeister oder Hausverwalter), den ordnungsgemäßen Betrieb des Fahrstuhls sicherzustellen.

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