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6G soll die mobile Datenübertragung revolutionieren. Abbildung: Getty Images
6G soll die mobile Datenübertragung revolutionieren. Abbildung: Getty Images

Nach 5G kommt 6G: So schnell surfen wir künftig durchs Netz

Obwohl der Mobilfunk-Standard 5G noch nicht etabliert ist, forschen Experten bereits an 6G. Die neueste Generation wird einen nie dagewesenen Wechsel in der Informations- und Kommunikationstechnologie einleiten. Was die Zukunft bringen wird.

Wie schnell ist 5G?

Fast jeder nutzt ein Mobiltelefon. Damit surft und telefoniert er mit dem aktuell verbreiteten Mobilfunk-Standard 4G, besser bekannt als LTE. Seit einigen Jahren haben die Anbieter mit dem Ausbau der neueren Generation, nämlich des 5G-Netzes begonnen. Im Vergleich zum Vorgänger ist es bedeutend leistungsstärker. So schafft LTE aktuell maximal ein Gbit – und das auch nur in gewissen Regionen. Üblich sind 300 bis 500 Mbit. Mit 5G erhöht sich die Übertragungsgeschwindigkeit auf 10 bis 20 Gbit

Wie schnell ist 6G?

Obwohl 5G noch längst nicht flächendeckend etabliert ist – was im Übrigen im Sommer 2025 der Fall sein dürfte –, wird bereits am nächsten Standard geforscht. Mit 6G sollen sich Schnelligkeit und Leistungsstärke nochmals enorm erhöhen, nämlich von etwa 10 bis 20 Gbit auf dann 1.000 Gbit. Das ist ein Faktor von 50 bis 100. Wolfgang Kellerer, Professor an der Technischen Universität München und Leiter des dortigen Forschungsprojektes 6G, erklärt, was diese Sprünge praktisch bedeuten: „Angenommen, man lädt sich heute, mit LTE-Standard, mobil einen zweistündigen Film herunter. Dann dauert das etwa zehn Minuten. Mit 5G reduziert sich die Zeit auf wenige Sekunden, mit 6G auf ein paar Millisekunden.“ 

Nicht nur die Übertragungsgeschwindigkeiten gehen mit 6G signifikant nach oben. Auch die sogenannte Latenz, also die Verzögerungszeit, verringert sich drastisch. Angestrebt werden Latenzen im Mikrosekundenbereich – im Gegensatz zu wenigen Millisekunden bei 5G. Zwar kann der Mensch schon bei ein bis drei Millisekunden keine Verzögerung mehr wahrnehmen, sodass von Echtzeit gesprochen wird. Doch je kürzer die Verzögerung bei der Übertragung von großen Datenmengen ist, desto größer sind die Einsatzmöglichkeiten. 

Wie stabil ist das 6G-Netz?

Ein weiterer Vorteil von 6G ist die bedeutend höhere Netzstabilität und Ausfallsicherheit. Sie soll 99,999999999 Prozent betragen. Diese Sicherheit ist in vielen Anwendungsbereichen wichtig, insbesondere wenn Menschen und Maschinen zusammenarbeiten oder anderweitig miteinander agieren.

Wann kommt 6G?

Die Forschung zu 6G wurde vor knapp anderthalb Jahren gestartet, läuft nun aber auf Hochtouren. Deutschland will ganz vorne mitmischen. Das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) fördert daher den Forschungs-Hub „6G Research and Innovation Cluster (6G-RIC)“ mit 70 Millionen Euro. Im August 2021 haben die Wissenschaftler ihre Arbeit aufgenommen. Die Technische Universität München war mit ihrem Forschungsprojekt sogar etwas früher am Start. Die Wissenschaftler gehen davon aus, dass man frühestens 2028 mit einem neuen Standard rechnen kann und mit einer Einführung im Jahr 2030.

Welche neuen Anwendungen ermöglicht der Standard 6G?

Die hohen Frequenzen werden völlig neue Anwendungen ermöglichen. Es ist eine Zeitenwende, da erstmals nennenswert die reale mit der virtuellen Welt verknüpft wird. „Insbesondere werden Anwendungen möglich, bei denen Maschinen und Menschen bei riskanten Aufgaben zeitgleich zusammenarbeiten“, sagt Slawomir Stanczak vom Fraunhofer Heinrich-Hertz-Institut, das den oben genannten Forschungs-Hub koordiniert. „Stellen Sie sich vor, Service-Roboter helfen bei der Versorgung von pflegebedürftigen Menschen oder bei der Begleitung von Pflegepersonen“, beschreibt Stanczak einen potenziellen Anwendungsfall. „Oder mobile Roboter-Schwärme unterstützen Menschen bei der Feldarbeit.“ All diese Arbeiten würden durch mobile Datenübertragung erleichtert, benötigten aber neue Lösungen mit blitzschnellen Reaktionszeiten. „6G ist das Netz der Mensch-Maschine-Kollaboration“, erklärt Stanczak.

Inwiefern treibt 6G das Internet of Things (IoT) voran?

Das Internet der Dinge, wie es übersetzt heißt, bedeutet, dass physische und virtuelle Objekte miteinander vernetzt sind und sie mithilfe von intelligenten Informations- und Kommunikationstechniken zusammenarbeiten zu lassen. Gerne wird zur Erklärung der intelligente Kühlschrank herangezogen, der den Joghurt automatisch nachbestellt, sofern er gegessen wurde. Ob das wirklich sinnvoll ist, sei dahingestellt. Es gibt bessere Beispiele, etwa Sensoren in Kleidungsstücken, die etwa die Herzfrequenz des Menschen und ähnliches messen. Das Ziel des Internet of Things ist, dass Computer Menschen unterstützen. 6G macht die Weiterentwickelung des IoT überhaupt erst möglich. Und daher ist es ebenso „ein Leitbild von 6G, Menschen zu unterstützen“, sagt Kellerer.

Wie kann 6G Menschen konkret unterstützen?

Eine Anwendung, die im Fokus steht, ist das autonome Fahren. Dazu braucht es eine lückenlose Verknüpfung mit der Umgebung – in Form von Sensoren an etlichen Stellen. Ist dies gewährleistet, können Fahrzeuge fahren ohne von einem Fahrer gelenkt zu werden. Er kann sich während der Reise auf anderes als auf den Straßenverkehr konzentrieren.

Der 6G-Standard dürfte die Nutzung von Robotern in der Pflege vorantreiben. Foto: Getty Images____
Der 6G-Standard dürfte die Nutzung von Robotern in der Pflege vorantreiben. Foto: Getty Images

Was bringt 6G pflegebedürftigen Menschen?

Vor allem sie profitieren vom neuen Standard, glaubt Kellerer: Pfleger steuern die Roboter, die den Menschen im Alltag unterstützen, fern, etwa, um sie bei den täglichen physiotherapeutischen Übungen anzuleiten. Oder sie werden informiert, sobald ein alter Mensch stürzt – und können sofort Hilfe organisieren. „Der Pflegenotstand macht solche Lösungen nötig“, sagt Kellerer. „Es ist gut und wichtig, dass moderne Technologien diese ermöglichen.“

Wie nachhaltig ist 6G?

Nachhaltigkeit ist ein ganz entscheidendes Thema bei der Entwicklung des neuen Mobilfunk-Standards. Die Forscher wollen den Energieverbrauch trotz des zunehmenden Datenvolumens reduzieren. 

Wie sehen die Endgeräte aus, wenn alle 6G nutzen?

Das ist heute noch nicht absehbar. Die Experten gehen davon aus, dass wir in einigen Jahren kein Smartphone mehr benutzen. Was an seine Stelle tritt: Wir werden es sehen, wenn es so weit ist.

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