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Das Torres Blancas in Madrid ist einer der bekanntesten Vertreter von Brutalismus-Architektur bei Wohngebäuden. Foto: Alamy Stock Photo
Das Torres Blancas in Madrid ist einer der bekanntesten Vertreter von Brutalismus-Architektur bei Wohngebäuden. Foto: Alamy Stock Photo

5 Beispiele für Brutalismus-Architektur im Wohnungsbau

Besonders in den 1960er- und 70er-Jahren war der europäische Wohnungsbau stark von der Brutalismus-Architektur beeinflusst. Wir stellen 5 Gebäude vor, die das jeweilige Stadtbild geprägt haben.

Der Name ist Programm: Viele Brutalismus-Gebäude haben eine bewegte Geschichte hinter sich – nicht zuletzt, weil brutalistische Architektur lange Zeit verhasst war und ihre Vertreter als Schandflecken im Stadtbild angesehen wurden. Manche Bauwerke konnten sich davon erholen und gelten heute als Wahrzeichen. Andere verfielen oder gingen als Sozialbrennpunkte unter. Die folgenden 5 Wohngebäude stehen exemplarisch für einen wahrlich umstrittenen Architekturstil. 

1. Torres Blancas in Madrid

Das Torres Blancas in Madrid ist ein wahrer Blickfang und ein fantastisches Beispiel dafür, wie brutalistische Architektur dem Stadtbild ihren Stempel aufdrücken kann. Seit seiner Fertigstellung im Jahr 1968 schmückt es die Kreuzung zwischen der Calle Corazón de María und der Avenida de América. Entworfen wurde das 81 Meter hohe Wohnhaus vom Architekten Francisco Javier Sáenz de Oiza, der bis zu seinem Tod selbst im Gebäude lebte. Er ließ sich für sein berühmtestes Werk von Bäumen inspirieren, erkennbar an der Gebäudestruktur, die sich aus zylindrischen Formen zusammensetzt. Runde Balkone und Terrassen gruppieren sich derweil wie Blätter an Zweigen. Besonders markant am äußeren Erscheinungsbild ist zudem der großzügig verwendete Sichtbeton – ein typisches Merkmal für Brutalismus-Architektur.

Architekt Francisco Javier Sáenz de Oiza wurde für das Torres Blancas im Jahr 1974 mit dem European Excellence Award ausgezeichnet. Foto: Alamy Stock Photo____
Architekt Francisco Javier Sáenz de Oiza wurde für das Torres Blancas im Jahr 1974 mit dem European Excellence Award ausgezeichnet. Foto: Alamy Stock Photo

2. Vele di Scampia in Neapel

Auch in die italienische Küstenstadt Neapel hat Brutalismus-Architektur ihren Weg gefunden. Genauer gesagt in den Stadtteil Scampia. Dort wurden zwischen 1962 und 1975 sieben Wohnungsbauten nach Plänen des Architekten Franz Di Salvo errichtet, die heute als Vele di Scampia bekannt sind. Es handelte sich dabei um gigantische Betonklötzer in Form von Segeln (ital. „vele“), die insgesamt zwischen 40.000 und 70.000 Bewohnern Platz bieten sollten. Nachdem die Gebäude bereits in den 1980er-Jahren zunehmend verkamen und die umliegende Umgebung mehr und mehr zum Drogenumschlagplatz und Problemviertel avancierte, wurden um das Jahr 2000 drei der sieben Gebäude abgerissen. Mit dem Abriss dreier weiterer Einheiten wurde im Jahr 2020 begonnen. Lediglich eines der „Vele“ soll als Erinnerung erhalten bleiben und zukünftig saniert werden.

Die meisten der sieben „Vele di Scampia“-Gebäude sind mittlerweile abgerissen. Foto: Adobe Stock____
Die meisten der sieben „Vele di Scampia“-Gebäude sind mittlerweile abgerissen. Foto: Adobe Stock

3. Ihme-Zentrum in Hannover

Das Ihme-Zentrum ist ein brutalistischer Koloss im Herzen Hannovers, der neben Wohnungen und Büroflächen ein ehemaliges Einkaufzentrum beherbergt. Seit seiner Fertigstellung im Jahr 1975 prägt der markante Bau das Stadtbild. Nicht jedem gefällt das. Der Stadtplaner Hanns Adrian, einst Stadtbaurat in Hannover und selbst Eigentümer einer Wohnung im Ihme-Zentrum, entgegnete auf die Frage, warum er dort lebe: „Der beste Ort zum Wohnen in Hannover, wenn man das Ihme-Zentrum nicht sehen will, ist das Ihme-Zentrum.“ Neben der stark verwinkelten Bauweise ist es die schiere Größe des Ihme-Zentrums, die es charakterisiert. Während seines Baus war es zeitweise die größte Baustelle Europas und danach achtmal größer als ursprünglich geplant. Ein Großteil der Wohnungen ist heute noch immer bewohnt, der Rest des Gebäudes samt Tiefgarage und Ladenpassage, die sich durch den kompletten Komplex erstreckt, verfällt langsam. 

Die Investoren kommen und gehen. So bleibt die Zukunft des Ihme-Zentrums weiterhin ungewiss. Foto: Adobe Stock____
Die Investoren kommen und gehen. So bleibt die Zukunft des Ihme-Zentrums weiterhin ungewiss. Foto: Adobe Stock

4. Trellick Tower in London

Eine wahre Ikone der Brutalismus-Architektur ist der Trellick Tower in London. Das 98 Meter hohe Wohngebäude im Stadtteil North Kensington wurde 1972 nach Plänen des Architekten Ernő Goldfinger fertiggestellt und ist heute eines der meistfotografierten Gebäude in Großbritanniens Hauptstadt. Besonders markant ist dabei der separate Serviceturm samt Aufzugsanlage, Treppenhaus und Abfallschächten, der über zehn sogenannte Skyways mit dem Hauptteil des Gebäudes verbunden ist. Zudem ist die Fassade größtenteils, wie sollte es anders sein, durch Sichtbeton gezeichnet. Nachdem auch der Trellick Tower zwischenzeitlich zum sozialen Brennpunkt verkam und in der Presse teilweise als „Tower of Terror“ bezeichnet wurde, wandelte sich das Bild spätestens nach 1998, als das Bauwerk unter Denkmalschutz gestellt wurde. Seitdem stiegen die Wohnungspreise stetig und der ehemals ungeliebte Brutalismus-Bau avancierte mehr und mehr zu einem Kultobjekt inmitten der Stadt an der Themse.

Zeitweise wurde der Trellick Tower auch „Tower of Terror“ genannt. Foto: Adobe Stock____
Zeitweise wurde der Trellick Tower auch „Tower of Terror“ genannt. Foto: Adobe Stock

5. Bosco Verticale in Mailand

Eine moderne Auslegung von Brutalismus-Architektur ist dem italienischen Architekten Stefano Boeri mit dem Bosco Verticale gelungen. Nach ihrer Fertigstellung im Jahr 2014 gelangten die beiden zugehörigen Türme in Mailand mit 110 bzw. 80 Metern Höhe schnell zu internationaler Berühmtheit. Der Grund: Es handelt sich bei ihnen um grüne Hochhäuser. Das heißt, dass ihre Fassaden komplett bepflanzt sind. Vom Sichtbeton ist dadurch letztendlich nicht mehr allzu viel zu sehen. Nicht nur die Optik, sondern auch die Funktionalität steht dabei im Mittelpunkt, schließlich helfen die Pflanzen dabei, sowohl das Gebäude als auch die Umgebung zu kühlen und verbessern zugleich die Luftqualität. Auch wenn der Bosco Verticale nicht unumstritten ist – unter anderem wegen der hohen Wohnungspreise – ist es vielleicht genau das, was es zukünftig im Städtebau braucht: Eine gelungene Mischung aus Ästhetik und ökologischer Nachhaltigkeit.

Der Bosco Verticale wurde im Jahr 2014 mit dem Internationalen Hochhaus Preis ausgezeichnet. Foto: Adobe Stock____
Der Bosco Verticale wurde im Jahr 2014 mit dem Internationalen Hochhaus Preis ausgezeichnet. Foto: Adobe Stock

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