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Frau sitzt vor ihrem Laptop und trägt eine VR-Brille.
Mithilfe von VR-Brillen können Nutzer in digitale 3D-Welten eintauchen und zusammen Zeit verbringen. Foto: GettyImages

Metaverse: Wann kommt die virtuelle Parallelwelt?

Das Metaverse gilt als das Technologie-Highlight der näheren Zukunft. Immer mehr Unternehmen investieren hohe Summen in die virtuellen Welten. Was genau kommt da auf uns zu?

Stell dir vor, du gehst am Strand in der Karibik spazieren. Dort triffst du auf eine Freundin und ihr tauscht euch mit Blick auf das Meer über die neusten Ereignisse aus. Als ihr Lust bekommt zu schwimmen, taucht ihr in eine riesige Unterwasserwelt ein, voller bunter Fische. Doch in Wirklichkeit bist du gar nicht in der Karibik. Du sitzt in deinem Wohnzimmer in Berlin, deine Freundin ist weit weg in London.

So in etwa könnte das Metaverse aussehen ­– eine digitale Welt, in der alles möglich ist. Schon im Jahr 2024 soll ihr Marktpotenzial bei 800 Milliarden US-Dollar liegen. Das Metaverse scheint das nächste große Ding zu werden.

Was ist das Metaverse?

Das Metaverse ist eine Art dreidimensionale Parallelwelt im Internet, in der Nutzer aus aller Welt Zeit miteinander verbringen können. Mit einem Avatar, einer virtuellen Version von sich selbst, ist man mittendrin im Geschehen. Das heißt: Spiele spielen, shoppen gehen oder Konzerte und Partys besuchen. Fast wie in der echten Welt.

Das Metaverse ist immersiv: Mithilfe von Virtual-Reality-Brillen und dazugehörigen Controllern tauchen Nutzer in die digitale Umgebung ein und können sich darin fortbewegen. Das Internet der Zukunft, auch Web 3.0 genannt, wird 3D sein. Nutzer sitzen nicht länger nur vor dem Bildschirm, sie werden selbst Teil der virtuellen Welt.

Das Web 3.0 basiert auf der Blockchain. Das ist eine kontinuierlich erweiterbare Liste von Datensätzen, die in einzelne Blöcke unterteilt wird. Informationen werden nicht zentral auf einem Server gespeichert, sondern an mehreren verschiedenen Stellen.

Avatar bewegt sich durch digitale Welt.
In Avatar-Gestalt können sich Nutzer durch die verschiedensten virtuellen Kulissen bewegen. Foto: AdobeStock

Von wem stammt die Idee vom Metaverse?

Die Idee eines Metaverse stammt von dem Science-Fiction-Autor Neal Stephenson. Er erschuf in seinem 1992 veröffentlichten Roman „Snow Crash“ das Metaversum als eine virtuelle Parallelwelt, in der die Protagonisten als Avatare Zuflucht suchen. Seitdem versuchen Technikbegeisterte und Unternehmen diese digitale Welt zu entwickeln.

2003 geht das Spiel „Second Life“ online. Es ist der erste Versuch, ein virtuelles Paralleluniversum zu erschaffen. In der 3D-Welt können die Bewohner durch Avatare interagieren, spielen und Handel betreiben. Es existiert eine virtuelle Währung, der sogenannte Linden-Dollar, der zu einem Wechselkurs in US-Dollar getauscht werden kann. Die Simulation löste damals einen großen Hype aus, der jedoch schnell wieder abflaute. Aber das Spiel gab eine Vorstellung von einer virtuellen Welt, die der Realität ähnelt.

Welches Unternehmen steckt hinter dem Metaverse?

Mark Zuckerberg setzt alles auf eine Karte, um seine Vision eines riesigen Metaverse wahr werden zu lassen. Er hat nicht nur im letzten Jahr sein Unternehmen in Meta umbenannt, er investiert auch Milliarden in die virtuelle Realität. Selbst seine Mitarbeiter müssen sich seit Kurzem „Metamates“ nennen. Aber die Konkurrenz schläft nicht – auch andere Tech-Konzerne wie Microsoft oder Nvidia versuchen sich darin, eine begehbare Version des Internets zu bauen.

Wer kontrolliert das Metaverse?

Im Idealfall wird das Metaverse aber nicht von Zuckerberg und Co. kontrolliert, sondern ist dezentral aufgebaut. Das bedeutet, dass alle Nutzer mitbauen und mitentscheiden können, wie das Metaverse aussehen soll. Jeder kann sich mit jedem vernetzen und dahin bewegen, wo er möchte. Es gilt zu hoffen, dass sich die Unternehmen auf einheitliche Strukturen einigen können und sich zusammenschließen. Denn ansonsten wird ein nahtloser Übergang zwischen den einzelnen Welten nicht möglich sein und es könnten verschiedene Metaverses entstehen.

Wann kommt das Metaverse?

Wann es eine große, zusammenhängende virtuelle Parallelwelt geben wird, kann niemand genau voraussagen. Experten rechnen erst in rund 20 Jahren mit einem vollständig entwickelten Metaverse. Denn um die virtuelle Welt zu betreiben, wird eine gigantische Rechenleistung benötigt. Schon jetzt ist es aber möglich, mit einer VR-Brille in die virtuelle Welt einzutauchen und zum Beispiel seine Kollegen bei virtuellen Meetings zu treffen. Eine Metaverse ähnliche Umgebung gibt es auch in vielen Onlinespielen.

Welche virtuellen Welten gibt es bereits? 

Zwei Beispiele für virtuelle Realitäten sind Altspace VR und „Horizon Worlds“.

Altspace VR ist eine Virtual-Reality-App von Microsoft. Hier schlüpfen Nutzer in die Rolle eines Zeichentrickfigur-ähnlichen Avatars und interagiert mit echten Menschen. Dabei beamen sie sich in die verschiedensten Kulissen, ob ins Candy-Land oder in ein verlassenes Krankenhaus. Neben verschiedenen Multiplayer-Spielen und Meditations- oder Fitnesskursen, gibt es Live-Events von echten Comedians und Musikern, die in Avatar-Gestalt performen.

Frau trägt VR-Brille.____
Wird es in Zukunft Alltag, in eine digitale Parallelwelt einzutauchen? Foto: AdobeStock

Ähnlich sieht es bei der Virtual-Reality-Plattform Horizon Worlds von Meta aus. Auch hier können sich Nutzer virtuell treffen, miteinander interagieren und gemeinsam die digitale Welt gestalten. Ergänzt wird die soziale Plattform durch Horizon Workrooms, virtuelle Meeting-Räume, in denen Nutzer gemeinsam arbeiten können. Horizon Worlds ist derzeit nur in den Vereinigten Staaten und Kanada betretbar, lediglich die Horizon Workrooms können in Deutschland genutzt werden.

Hinsichtlich sozialer Interaktion, Kommunikation, Handel und Wirtschaft ist die virtuelle Welt also nicht weit weg von der unseren. Wenn das Metaverse dezentral gestaltet wird, kann es möglich sein, dort Geld zu verdienen.

Welche Währung gibt es im Metaverse?

Womöglich wird mit Kryptowährung eine eigene Wirtschaft in der virtuellen Welt entstehen. Schon jetzt ist es beispielsweise in den virtuellen Realitäten „The Sandbox“ und „Decentraland“ möglich, virtuelle Immobilien mit Kryptowährung zu kaufen.

Snoop Dogg zum Beispiel baute in The Sandbox eine virtuelle Nachbildung seiner Villa in Kalifornien. Und es wird noch verrückter: Ein Fan zahlte 450.000 Dollar für das Grundstück neben dem bekannten Rapper, nur um sein Nachbar sein zu dürfen. Wer im Nachbargrundstück wohnt, darf aber auch bei seinen exklusiven virtuellen Events teilnehmen.

Die Grundstückspreise gehen also schon jetzt durch die Decke. Martkforscher MetaMetrics Solutions rechnen in diesem Jahr von einem Gesamtwert von rund einer Milliarde Dollar. Viele Firmen zieht das an, im Metaverse ihre Dienste anzubieten. Adidas beispielsweise errichtet in The Sandbox gerade ein adiVerse.

Der Hype um die virtuellen Parallelwelten ist also hoch. Ob und wie das Metaverse in Zukunft unseren Alltag prägen und verändern wird, wird die Zeit zeigen.

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