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79.400 Stufen, 84,39 Kilometer Streckenlänge: Damit ist der Mt. Everest Treppenmarathon im sächsischen Radebeul der extremste Treppenlauf der Welt. Foto: picture alliance
79.400 Stufen, 84,39 Kilometer Streckenlänge: Damit ist der Mt. Everest Treppenmarathon im sächsischen Radebeul der extremste Treppenlauf der Welt. Foto: picture alliance

Der extremste Treppenmarathon der Welt

Treppenlauf ist eine ohnehin kräftezehrende Sportart. Beim extremsten Treppenmarathon der Welt kommen selbst die Besten an ihre Grenzen.

Es soll tatsächlich Menschen geben, die auf Aufzüge und Rolltreppen verzichten – freiwillig und kompetitiv motiviert. Dann werden die mitunter modernsten und schnellsten Aufzüge der Welt links liegen gelassen und die Treppenhäuser als Rennstrecken genutzt.

Treppenlauf nennt sich diese ausgefallene Disziplin für Extremsportler. Wir zeigen, welche Rolle Aufzüge dabei dennoch spielen können und warum ausgerechnet der extremste Treppenmarathon der Welt im Freien stattfindet.

Treppenlauf als Extremsportart

Treppen sind so alt wie die Menschheit – wahrscheinlich sogar älter, denn auch Primaten nutzen Stufen, um Höhenunterschiede zu überwinden. Auch wenn sich die Funktionalität von Treppen nicht bestreiten lässt, sind die Meisten wohl aber froh über die Erfindung des Fahrstuhls, denn Teppensteigen kann mit zunehmender Höhe wahnsinnig anstrengend werden.

Was manche Menschen als rotes Tuch sehen, ist für andere genau die Herausforderung, die sie suchen. So treffen sich jedes Jahr Extremsportbegeisterte in den Hochhäusern und Wolkenkratzern dieser Welt, um gegeneinander im Treppenlauf anzutreten.

Meist geht es dabei aber nicht nur um den Wettbewerb, sondern auch um den guten Zweck. Beim berühmtesten Treppenrennen der Welt, dem Empire State Building Run-Up in New York City, werden beispielsweise Spenden für Sportler mit körperlichen Behinderungen gesammelt. Für die insgesamt 1.576 Stufen brauchen die schnellsten Athleten nicht mal 10 Minuten.

Der Mt. Everest Treppenmarathon in Radebeul – der extremste Treppenmarathon der Welt

Noch ein paar Stufen mehr müssen die Teilnehmer des „Sächsischen Mt. Everest Treppenmarathons“ überwinden, genau genommen sind es 39.700 Stufen. Dazu nutzen sie die nach einer Idee von August dem Starken entworfene Spitzhaustreppe in den Weinbergen von Radebeul.

Wer denkt, der Name wäre übertrieben, liegt falsch: Auf der Spitzhaustreppe überwinden die Teilnehmer in den 100 zu absolvierenden Runden genau 8.848 Höhenmeter – die sie dann auch wieder herunterlaufen. 8.848 Meter – genau so hoch ist auch der Mount Everest im Himalaya, der höchste Berg der Welt.

397 Stufen hat die Spitzhaustreppe - kein Wunder, dass sie auch als Himmeltreppe bezeichnet wird. Beim Treppenmarathon müssen die Teilnehmer 100 Mal hinauf - und wieder hinunter. Foto: Picture Alliance
397 Stufen hat die Spitzhaustreppe - kein Wunder, dass sie auch als Himmeltreppe bezeichnet wird. Beim Treppenmarathon müssen die Teilnehmer 100 Mal hinauf - und wieder hinunter. Foto: Picture Alliance

Wem bei dieser Vorstellung noch nicht der Atem stockt, sollte sich vor Augen führen, dass die Streckenlänge von 84,39 Kilometern gleichzeitig der eines Ultramarathons entspricht. Damit ist der Wettkampf in Radebeul zweifelsfrei der extremste Treppenmarathon der Welt – mit einer Rekordzeit von 13 Stunden und 26 Minuten. Und weil er im Freien stattfindet, ist nicht mal ein Aufzug in der Nähe, der allein mit seiner Präsenz ein wenig Balsam für die geschundene Läuferseele liefern könnte.

Der Mt. Everest Treppenmarathon in Zahlen

Streckenlänge: 84,390 Kilometer - entspricht einem Ultramarathon

Höhenunterschied: 8.848 Meter - genauso hoch ist der Mt. Everest

Anzahl der Stufen: 39.700 aufwärts, 39.700 abwärts, gesamt 79.400 Stufen

Beschaffenheit der Treppe: Natursandstein mit Absätzen

Beschaffenheit der Strecke: Im unteren Teil: Asphalt, im oberen Teil: Kopfsteinpflaster

Streckenrekord Männer: 100 Runden in 13:26:53 Stunden, aufgestellt am 12./13.04.2014 von Andreas Allwang (D)

Streckenrekord Frauen: 100 Runden in 16:16:56 Stunden, aufgestellt am 18./19.04.2015 von Antje Müller (D)

So bereitet ihr euch auf einen Treppenlauf vor

Man muss natürlich nicht gleich am extremsten Treppenmarathon der Welt teilnehmen, aber für ambitionierte Hobbysportler stellen Treppenläufe eine hochintensive Trainingsmethode dar. Alles, was man braucht, ist eine Treppe mit genügend Platz. Es ist jedoch zu bedenken, dass es durchaus gelenkschonendere Workouts gibt. Wer im Treppenhaus üben möchte, nutzt für den Weg nach unten daher am besten den Aufzug, um die Knie zu entlasten.

Wenn man sich nach einer ausreichenden Vorbereitung wirklich mit anderen Läufern messen möchte, findet man entsprechende Veranstaltungen unter anderem über die Towerruning World Association oder den Towerruning Germany e. V. Und wenn man zwar ein Faible für lange Treppen hat, aber merkt, dass Treppenlauf doch nicht die richtige Sportart ist, kann man immer noch auf die längsten Rolltreppen der Welt ausweichen.

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