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Das "Jewel" ist ein Prachtanbau am Flughafen SingapurDer Jewel-Bau bietet Mobilität auf vielen Ebenen. Quelle: Schindler
Das "Jewel" ist ein Prachtanbau am Flughafen SingapurDer Jewel-Bau bietet Mobilität auf vielen Ebenen. Quelle: Schindler

Flughafen Singapur: Preis für Rolltreppen-Juwel

Die Zeitschrift Elevator World hat die „Projects of the Year 2020“ gewählt. In der Kategorie Rolltreppen/Neubau kürte sie Schindler für das „Juwel“ zum Sieger. Am Flughafen Singapur sorgt Schindler aber nicht nur mit seinen Rolltreppen, sondern auch mit Aufzügen und Fahrsteigen für Bewegung.

Das Projekt ist spektakulär: Vor dem Flughafen Singapur schlägt ein gläsernes Herz, „Jewel“ genannt. 135.000 Quadratmeter Fläche umfasst dieses Juwel direkt vor dem Terminal 1 des Flughafens. Zweck des Baus: Umsteigern Entspannung und Shoppingmöglichkeiten zu bieten. Auf den zehn Ebenen befinden sich aber nicht nur 100 verschiedene Geschäfte und Restaurants, sondern auch viel tropisches Grün. Im Shiseido Forest Valley, einer grünen Landschaft über vier Stockwerke wachsen mehr als 2.000 Bäume und Palmen.

Das Zentrum des Gebäudes bildet jedoch ein Indoor-Wasserfall, der als kreisrunder Vorhang aus einer gläsernen Decke über 40 Meter in die Tiefe rauscht. Volumen und Fließgeschwindigkeit können dabei reguliert werden. Den Wassernachschub liefern Regenwassertanks.

Indoor Wasserfall, der aus einem Glasdach entspringt. Um den Wasserfall herum gibt es grüne Pflanzen und zwei Brücken.
Spektakulärer Blick auf Wasserfall, Hochbahn und Rolltreppe. Quelle: Schindler

Hinter dem Projekt steht der Architekt Mosche Safdie aus Haida, der bereits 2010 das neue Wahrzeichen Singapurs schuf, das Marina Bay Sands. Auch der Turm Sky Habitat im Stadtstaat entstand nach seinen Plänen.

Einbau im laufenden Betrieb

Beim Jewel-Projekt hat Schindler insgesamt 178 Aufzüge, Rolltreppen und Fahrsteige installiert. Eine Aufgabe, die bei drei aktiven Flughafenterminals in direkter Nähe ziemlich viel Kreativität verlangte. Mit dem „Elevator World Project of the Year 2020-Award“ würdigte die Zeitschrift die Leistungen von Schindler. Ausschlaggebend waren dabei das Design, die verwendeten Methoden und die Installation der Fahrtreppen.

Schindler Aufzug in einem futuristischen Gebäude. Eine Frau betätigt gerade den Knopf zum Rufen des Fahrstuhls.
Selbstfahrende Roboter kümmern sich im angrenzenden Hotel um den Roomservice. Quelle: Schindler

Zu den kreativen Lösungen von Schindler zählen die neueste Technologie Schindler Ahead, die für Fernüberwachung und vorausschauende Wartung eingesetzt wird. Auch sind automatische Roboter von Techmetics mit dem Aufzugssteuerungssystem verknüpft. Die Roboter übernehmen im anliegenden Hotel den Zimmerservice und dürfen mit den Personenaufzügen fahren. Eines ist dabei sicher: Die grünen Wunder des Jewel werden die Roboter kaum interessieren.

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