Das Magazin

Senkrechtstarter ist das Online-Magazin zur vertikalen Mobilität. Hier findet alles Platz, was sich aufwärts bewegt und gen Himmel strebt – im wortwörtlichen oder auch im übertragenen Sinn: Aufzüge und Hochhäuser, Kletterkünstler und Aufsteiger.

Schindler Newsletter abonnieren

Der kostenfreie E-Mail-Newsletter informiert regelmäßig über Themen, die Aufzugsbetreiber bewegen. Neben Unternehmens- und Branchennews erfahren Sie Wissenswertes rund um das Thema Service und Wartung von Aufzügen und Fahrtreppen.

Kontakt

Sie haben Fragen, Anregungen, Lob oder Kritik? Dann schreiben Sie uns:
info.de@schindler.com

Das Magazin

Senkrechtstarter ist das Online-Magazin zur vertikalen Mobilität. Hier findet alles Platz, was sich aufwärts bewegt und gen Himmel strebt – im wortwörtlichen oder auch im übertragenen Sinn: Aufzüge und Hochhäuser, Kletterkünstler und Aufsteiger.

Schindler Newsletter abonnieren

Der kostenfreie E-Mail-Newsletter informiert regelmäßig über Themen, die Aufzugsbetreiber bewegen. Neben Unternehmens- und Branchennews erfahren Sie Wissenswertes rund um das Thema Service und Wartung von Aufzügen und Fahrtreppen.

Kontakt

Sie haben Fragen, Anregungen, Lob oder Kritik? Dann schreiben Sie uns:
info.de@schindler.com

Zur Hauptseite  www.schindler.de
Holzdach des neuen Flughafen der Philippinen mit offener Halle
Einmalig in Asien: Die Tonnendach-Struktur des Flughafens. Quelle: RubnerEinmalig in Asien: Die Tonnendach-Struktur des Flughafens. Quelle: Rubner

Destination CEB: Asiens größter Holz-Flughafen

Sonnenhungrige werden ihn kennen: Den internationalen Flughafen Mactan-Cebu auf den Philippinen. Der Airport mit dem IATA-Code CEB in Lapu-Lapu City auf Mactan östlich der Insel Cebu zählt zu den modernsten in Süd-Ost-Asien. Das Besondere an ihm: das Tragwerk und die Dachstruktur des Gebäudes bestehen komplett aus Holz. Das ist in Asien einmalig.

CEB ist der zweitgrößten Flughafen der Philippinen und dient als Gateway zu den touristischen und wirtschaftlich aufblühenden Inseln im Süden. In den vergangenen Jahren wurde er umfangreich modernisiert und umgebaut. Ein neues Terminal verdoppelte die Kapazität auf jährlich 12 Millionen Passagiere, die nun 23 internationale Destinationen ansteuern. Im Juli 2018 wurde der Passagierbetrieb nach nur zwei Jahren Montage aufgenommen.

Aus Stahl geplant, mit Holz realisiert

Ursprünglich wollten die Architekten des Flughafens, IDA aus Hongkong, das neue Terminal 2 im Stahlbau errichten. Doch weil die Passagiere schon am Flughafen eine besondere Atmosphäre verspüren sollten, entschieden sich die Bauherren aus gestalterischen, ökologischen und traditionellen Gründen für den nachhaltigsten aller Baustoffe, für Holz. Die Holzverarbeitung ist seit Jahrhunderten auf den Philippinen stark verankert.

Neues Terminal von außen. Acht Bögen aus Holz und Glas.____
Letzte Bauarbeiten vor der Inbetriebnahme. Quelle: Rubner

Der dreigeschossige Flughafenbau besteht aus einer zentralen, dreischiffigen Eingangshalle mit den Check-in-Countern. Dort befinden sich auch der Duty-Free-Bereich, ein Spa, Restaurants, Bars und Geschäfte. Seitlich schließen sich Gebäudeflügel an, die die wellenförmige Dachkonstruktion als Symbol für die Brandung an Mactans Küsten aufnehmen. Im gesamten Terminalbereich finden sich natürliche Materialien: Unterschiedliche Holzarten, Moos aus Italien oder Steinböden mit Perlmutteinlagen sollen die Natur und das Urlaubsgefühl Cebus in das Gebäude holen.

Äußerer Eingangsbereichen mit Glasdach. Der Boden ist aus Stein.____
Der überdache Eingangsbereich des Flughafens CEB. Quelle: Rubner/Ryan Raymund Yu

Die Tonnendach-Tragstruktur, die sich 15 Metern Höhe über eine Spannweite von 30 Metern erstreckt, benötigte 4.500 Kubikmeter Brettschichtholz. 23 Meter lange Bogenbinder-Hälften waren dafür notwendig. Sie wurden von Rubner Holzbau in Ober-Grafendorf in Österreich vorgefertigt und anschließend über den Rhein-Main-Donau-Kanal und Antwerpen auf die Philippinen verschifft.

Hohe Erdbebensicherheit

Dabei standen die Planer vor einer Herausforderung, die auch europäische Bauherren kennen: Erdbeben. Vor allem das Tragwerk muss in diesem Bereiche eine hohe Sicherheit aufweisen. Auch waren die Windlasten enorm: In der Hurrikan-Saison brausen Stürme mit Geschwindigkeiten von bis zu 200 km/h über die Insel. Für diese Anforderungen ist der Holzbau gut geeignet. Wir hatten an dieser Stelle schon zwei Projekte in Deutschland und in Norwegen vorgestellt. Holz als Baumaterial bietet den Vorteil hoher Stabilität bei Erdbeben, Brettschichtholz-Konstruktionen halten höchsten seismischen Belastungen stand.

Das könnte Sie auch interessieren

Drei der fünf höchsten Sakralbauten stehen in Deutschland. Hier zu sehen: Die ehemalige Hauptkirche St. Nikolai in Hamburg. Foto: Adobe Stock
Architektur

Die höchsten Kirchtürme der Welt

Einst waren sie die höchsten Gebäude der Welt: Kirchen und Kathedralen sind frühe Meisterwerke der Technik und der Kunst – und prägen bis heute das Bild ihrer Heimatstädte. Das sind die weltweit höchsten Vertreter.