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Simpel, aber genial: Der weltweit erste und einzige Fahrradlift im norwegischen Trondheim. Foto: iStock
Simpel, aber genial: Der weltweit erste und einzige Fahrradlift im norwegischen Trondheim. Foto: iStock

Der welterste Fahrradlift im norwegischen Trondheim

Norwegen ist bekannt für seine Fjorde, Gletscher und gewaltigen Berge. Damit das Radfahren dort dennoch Spaß macht, gibt es in Trondheim den ersten Fahrradlift der Welt. Bis heute ist er der einzige Lift seiner Art.

Der erste Fahrradlift ist inspiriert von Skiliften

Hohe und steile Berge machen mit dem Fahrrad keinen Spaß – oder höchstens auf einer Fahrradtour mit dem Mountainbike oder BMX-Rad. Innerorts auf dem Weg zur Arbeit oder zum Einkaufen sind sie eine Qual. Das hat sich auch der Industriedesigner Jarle Wanvik gedacht. Inspiriert von Skiliften, hat er zu Beginn der 1990er Jahre den weltersten Fahrradlift entwickelt und in seiner Heimatstadt Trondheim in Norwegen gebaut.

Wie funktioniert der Fahrradlift?

Der Fahrradlift funktioniert per Seilzug, jedoch etwas anders als ein Skilift. Technisch hat er eher Gemeinsamkeiten mit einer Kabelstraßenbahn. Statt oberirdischem Seilzugsystem, ist eine Fußplatte in den Boden eingelassen, die den Radfahrer per Seilzug vorantreibt. Beim Aufsteigen muss der Fuß sicher befestigt werden. Der Start ist daher nur ab der Talstation möglich.

Wer zufällig mit dem Rad in Trondheim unterwegs ist, fragt sich zum Sykkelheisen Trampe durch, so wird der Lift in Norwegen genannt. Und so wird er genutzt: Man setzt sich neben dem Lift aufs Fahrrad und klinkt das rechte Bein in der Fußplatte ein. Nun drückt man nur noch einen Knopf und lässt sich bequem den Berg hochfahren. Aber Vorsicht: Die Benutzung erfordert etwas Übung.

Bevor es losgeht, wird das rechte Bein in der Fußplatte eingeklinkt. Das erfordert etwas Übung. Foto: Wikipedia/User:Bic
Bevor es losgeht, wird das rechte Bein in der Fußplatte eingeklinkt. Das erfordert etwas Übung. Foto: Wikipedia/User:Bic

Der Fahrradlift transportiert auch Kinderwagen

Jetzt geht es den Berg mit 7,4 km/h hoch. Das dauert rund eine Minute für die 130 Meter Strecke. Klingt nicht sehr schnell? Der Berg hat einen Höhenunterschied von 23 Metern. Radfahrer müssten also eine Steigung von 18 Prozent bewältigen. Diese steile Strecke erspart der Fahrradlift. Der Fahrradlift funktioniert nicht nur mit dem Fahrrad, auch andere Gefährte mit Rollen können befördert werden – vom Skateboard, über den Roller bis hin zum Kinderwagen. Richtig gehört, in Trondheim lassen sich Mütter und Väter mit dem Kinderwagen einfach den steilen Berg hinaufbefördern.

Was kostet der Fahrradlift?

So ein Fahrradlift ist hilfreich in bergigen Städten. Der norwegische Lift ist dennoch bis heute einzigartig. Weltweit gab es bisher nur in der Schweiz Initiativen für den Bau von Veloliften. Umgesetzt wurden die Pläne jedoch nicht. Woran das liegt? Die Baukosten sind nicht gerade gering. Der Lift lohnt sich also vor allem auf stark frequentierten Strecken. Zudem ist das E-Bike immer mehr auf dem Vormarsch. Statt mit dem Lift, lassen sich viele Radfahrer einfach per Pedelec-Antrieb bei Steigungen helfen.

Der originale Fahrradlift war von 1993 bis 2012 in Betrieb. Anschließend wurde eine verbesserte Version installiert, die den heutigen Sicherheitsvorschriften Norwegens entspricht. Gleichzeitig wurden die Fahrpreise reduziert: Die Benutzung des Fahrradliftes ist heutzutage kostenlos. Nicht nur deshalb ist der Fahrradlift eine der gefragtesten Touristenattraktionen Trondheims. Kein Wunder – mit etwas Übung ist das Lift fahren so bequem wie eine Rolltreppe oder ein Aufzug.

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